Papier- und Zellstoffwerke gehören zu den energieintensivsten Industrieanlagen überhaupt. Der elektrische Energiebedarf entsteht kontinuierlich, häufig im 24/7-Betrieb, und ist eng mit der Prozessstabilität verbunden.
V·01
Faseraufbereitung (Pulper, Refiner, Mischer)
V·02
Papiermaschinen (Siebe, Pressen, Trockensektionen – Peripherie)
V·03
Großantriebe für Walzen, Wickler und Schneideanlagen
V·04
Pumpensysteme für Wasser, Stoffe und Chemikalien
V·05
Vakuum- und Lüftungssysteme
V·06
Fördertechnik und Logistik
V·07
zentrale Druckluftanlagen
V·08
umfangreiche Prozess-, Mess- und Leittechnik
| L·1 |
sehr hohe Dauerlasten nahe der Anschlussleistung |
| L·2 |
starke Gleichzeitigkeit vieler Großverbraucher |
| L·3 |
Oberschwingungen durch leistungsstarke Umrichter |
| L·4 |
erhöhte Verzerrungs- und Blindleistungsanteile |
⚡
erhebliche Verluste in Transformatoren, Sammelschienen und Leitungen
⚡
hohe thermische Dauerbelastung der elektrischen Infrastruktur
⚡
systemische Netzverluste als relevanter Kostenfaktor
⚡
wirtschaftlich signifikante Infrastrukturverluste
Bei MW-Anschlussleistungen und kontinuierlichem Betrieb werden Infrastruktur- und Netzverluste zu einem relevanten Kostenfaktor. Die Verluste entstehen systemisch, nicht direkt an der Maschine.
Papier- und Zellstoffwerke optimieren stark in den Bereichen Prozesschemie, mechanische Effizienz, Wasser- und Wärmerückgewinnung. Diese Maßnahmen verändern jedoch nicht die netzbedingten Verluste durch hohe Dauerlast und nichtlineare Verbraucher.
01
Reduktion netzbedingter Infrastrukturverluste
02
Entlastung von Transformatoren und Sammelschienen
03
Stabilisierung der Spannungsqualität im Dauerbetrieb
04
Reduktion thermischer Dauerbelastungen
Papier- und Zellstoffwerke vereinen extreme elektrische Dauerlast, kontinuierliche Prozesse, hohe Infrastrukturbelastung und höchste Anforderungen an Versorgungssicherheit. Die Einsparung entsteht nicht in der Papiermaschine, sondern vor der Last – im elektrischen Versorgungssystem. Bei sehr hohen Dauerlasten, vielen Großantrieben und langen Laufzeiten führen selbst geringe prozentuale Verbesserungen zu signifikanten jährlichen Effekten.