Technischer Prüfbericht
Industrie · Baustoff
eSaver-Analyse
Zement- & Baustoffindustrie
Elektrische Komplexität
90 / 100
Wirtschaftliche Relevanz
89 / 100
Optimierungspotenzial
88 / 100
89
Gesamt
Empfehlungswert
01
Branchenprofil & Ausgangslage
Zement-, Beton- und Baustoffwerke gehören zu den stromintensivsten Industriebranchen. Der elektrische Energiebedarf entsteht durch schwere mechanische Prozesse, große Dauerlasten und lange Laufzeiten – häufig im Mehrschicht- oder Dauerbetrieb.
02
Typische elektrische Verbraucher
V·01
Brecher, Mühlen und Mahlwerke
V·02
Fördertechnik (Bandanlagen, Becherwerke, Schnecken)
V·03
Walzenpressen und Klassierer
V·04
Lüfter, Ventilatoren und Absaugsysteme
V·05
Pumpen für Wasser und Schlämme
V·06
Mischanlagen und Dosiersysteme
V·07
zentrale Druckluftanlagen
V·08
umfangreiche Prozess-, Mess- und Leittechnik
03
Netztechnische Besonderheiten & Lasten
| L·1 | sehr hohe Dauerlasten nahe der Anschlussleistung |
| L·2 | starke Anlaufströme schwerer Maschinen |
| L·3 | Oberschwingungen durch leistungsstarke Umrichter |
| L·4 | erhöhte Verzerrungs- und Blindleistungsanteile |
04
Resultierende Netzeffekte
erhebliche Verluste in Transformatoren, Sammelschienen und Leitungen
thermische Dauerbelastung der elektrischen Infrastruktur
systemische Verluste als Kostenfaktor
wirtschaftlich spürbare Infrastrukturverluste
05
Auswirkungen auf die elektrische Infrastruktur
Bei sehr hohen Anschlussleistungen, langen Laufzeiten und hoher Gleichzeitigkeit werden Infrastruktur- und Netzverluste zu einem relevanten Kostenfaktor. Die Verluste entstehen systemisch im elektrischen Netz.
06
Bewertung klassischer Effizienzmaßnahmen
In der Baustoffindustrie liegt der Fokus auf mechanischer Effizienz von Brechern und Mühlen, Prozessoptimierung und Abwärme. Diese Maßnahmen verändern jedoch nicht die elektrischen Netzverluste durch Dauerlast und nichtlineare Verbraucher.
07
Optimierungspotenziale durch eSaver
01
Reduktion netzbedingter Infrastrukturverluste
02
Entlastung von Transformatoren und Sammelschienen
03
Stabilisierung der Spannungsqualität bei Dauer- und Anlaufbelastungen
04
Reduktion thermischer Dauerbelastungen
08
Fazit & Empfehlung
Zement- und Baustoffwerke vereinen sehr hohe elektrische Dauerlast, schwere Maschinen, lange Laufzeiten und hohe Anforderungen an Versorgungssicherheit. Die Einsparung entsteht nicht im Brecher oder in der Mühle, sondern vor der Last – im elektrischen Versorgungssystem. Bei schweren Dauerlasten, großen Motorleistungen und langen Betriebszeiten führen selbst kleine prozentuale Verbesserungen zu spürbaren jährlichen Effekten.




