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Frische- & Kühllogistik / Kühlhäuser – eSaver Analyse | eSaver Frische- & Kühllogistik / Kühlhäuser | eSaver
Technischer Prüfbericht

Lebensmittel · Logistik

eSaver-Analyse
Frische- & Kühllogistik / Kühlhäuser

LM-006
Stand: 2025
Technische Analyse
Netzseitige Optimierung empfohlen Kühl- und Frischelogistik vereint Dauerlast, hohe elektrische Leistungen und sensible Prozesse – netzseitige Energieoptimierung ist technisch besonders sinnvoll prüfbar.
Elektrische Komplexität
86 / 100
Wirtschaftliche Relevanz
88 / 100
Optimierungspotenzial
85 / 100
86 Gesamt
Empfehlungswert
01

Branchenprofil & Ausgangslage

Frische- und Kühllogistik zählt zu den dauerhaft energieintensiven Bereichen der Lebensmittelwirtschaft. Der Stromverbrauch ist kontinuierlich und prozesskritisch. Schon kleine Störungen in der elektrischen Versorgung können unmittelbare Auswirkungen auf Produktqualität, Lieferfähigkeit und Betriebssicherheit haben.

02

Typische elektrische Verbraucher

V·01 Kälte- und Tiefkühlanlagen (24/7-Betrieb)
V·02 Verdichter, Ventilatoren, Pumpen
V·03 Fördertechnik, Shuttles, Regalbediengeräte
V·04 Ladezonen, Tore, Schnellläufer
V·05 Verpackungs- und Kommissionieranlagen
V·06 IT-, Lagerverwaltungs- und Steuerungssysteme
V·07 Ladeinfrastruktur für Flurförderzeuge
03

Netztechnische Besonderheiten & Lasten

L·1 hohe Dauerlast mit wechselnden Teillastzuständen
L·2 häufige Lastwechsel durch Verdichterregelung
L·3 Oberschwingungen durch Umrichter und Antriebstechnik
L·4 erhöhte Verzerrungsblindleistung
04

Resultierende Netzeffekte

systemische Verluste in der Infrastruktur
zusätzliche Verluste in Transformatoren und Leitungen
hohe Sensibilität der Steuerungs- und IT-Systeme
thermische Dauerbelastung der elektrischen Infrastruktur
05

Auswirkungen auf die elektrische Infrastruktur

Die systemischen Verluste entstehen durch Dauerbetrieb, häufige Lastwechsel und nichtlineare Verbraucher. Diese sind in der reinen kWh-Abrechnung nicht differenziert sichtbar, belasten jedoch dauerhaft Transformatoren und Leitungen.
06

Bewertung klassischer Effizienzmaßnahmen

Viele Betriebe optimieren Verdichterwirkungsgrade, Kältemittel, Regelstrategien, Wärmerückgewinnung und LED-Beleuchtung. Diese Maßnahmen adressieren primär die Kälteerzeugung, nicht die netzbedingten Verluste im elektrischen Versorgungssystem.
07

Optimierungspotenziale durch eSaver

01 Reduktion netzbedingter Infrastrukturverluste
02 Entlastung von Transformator und Leitungen
03 Stabilisierung der Spannungsqualität bei Lastwechseln
04 Verbesserung der Betriebssicherheit sensibler Steuer- und IT-Systeme
08

Fazit & Empfehlung

Kühl- und Frischelogistik vereint Dauerlast, hohe elektrische Leistungen, sensible Prozesse und hohe Anforderungen an Versorgungssicherheit. Die Einsparung entsteht nicht im Kühlaggregat, sondern vor der Last – im elektrischen Versorgungssystem. Bei 24/7-Betrieb, hoher Gleichzeitigkeit von Kälte, Fördertechnik und IT sowie vielen geregelten Antrieben summieren sich diese Effekte über das Jahr erheblich.