Technischer Prüfbericht
Kommunale Infrastruktur
eSaver-Analyse
Schwimmbäder & Freizeitbäder
Elektrische Komplexität
80 / 100
Wirtschaftliche Relevanz
82 / 100
Optimierungspotenzial
80 / 100
81
Gesamt
Empfehlungswert
01
Branchenprofil & Ausgangslage
Schwimmbäder und Freizeitbäder gehören zu den elektrisch am stärksten belasteten kommunalen Einrichtungen. Der Energiebedarf entsteht dauerhaft, parallel und prozesskritisch. Nahezu alle wesentlichen Verbraucher laufen kontinuierlich, mit hoher Gleichzeitigkeit und oft nahe der infrastrukturellen Auslegungsgrenzen.
02
Typische elektrische Verbraucher
V·01
Umwälz- und Filterpumpen (Dauerbetrieb)
V·02
Wasseraufbereitung, Dosier- und Regeltechnik
V·03
Lüftungs- und Entfeuchtungsanlagen
V·04
Heizungs- und Wärmepumpensysteme
V·05
Beckenhydraulik, Attraktionen, Rutschen
V·06
Beleuchtung (Hallen, Außenbereiche)
V·07
Kassen-, IT- und Zutrittssysteme
V·08
Nebenaggregate (Saunen, Wellnessbereiche)
03
Netztechnische Besonderheiten & Lasten
| L·1 | sehr hohe Dauerlasten mit wenig Entlastungsphasen |
| L·2 | starke Gleichzeitigkeit vieler Umrichterantriebe |
| L·3 | Oberschwingungen durch Pumpen-, Lüftungs- und Regeltechnik |
| L·4 | erhöhte Verzerrungsblindleistung |
04
Resultierende Netzeffekte
systemische Verluste im elektrischen Versorgungssystem
zusätzliche Verluste in Transformatoren und Verteilungen
hohe thermische Dauerbelastung der elektrischen Infrastruktur
wirtschaftlich relevante Infrastrukturverluste bei kommunalen Budgets
05
Auswirkungen auf die elektrische Infrastruktur
Die Effekte entstehen nicht an einer einzelnen Pumpe, sondern systemisch im elektrischen Versorgungssystem. Bei 24/7-nahen Laufzeiten summieren sich reduzierte Netzverluste über das Jahr erheblich.
06
Bewertung klassischer Effizienzmaßnahmen
Schwimmbäder optimieren bereits intensiv Pumpenwirkungsgrade, Regelstrategien, Wärmerückgewinnung und Beleuchtung. Diese Maßnahmen adressieren primär den Prozess, nicht die netzbedingten Verluste durch Dauerlast und Gleichzeitigkeit.
07
Optimierungspotenziale durch eSaver
01
Reduktion netzbedingter Infrastrukturverluste
02
Entlastung von Transformatoren und Verteilungen
03
Stabilisierung der Spannungsqualität
04
Verbesserung der Betriebssicherheit
08
Fazit & Empfehlung
Schwimmbäder vereinen extreme Dauerlast, hohe elektrische Komplexität, sensible Betriebsprozesse und hohe Anforderungen an Versorgungssicherheit. Die Einsparung entsteht nicht im Becken, sondern vor der Last – im Transformator, in der Verteilung und in der Infrastruktur. Bei 24/7-nahen Laufzeiten, hoher Gleichzeitigkeit und vielen geregelten Antrieben summieren sich reduzierte Netzverluste über das Jahr erheblich – gerade bei kommunalen Budgets ein relevanter Faktor.




