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Mineralische Industrie / Stein / Glas – eSaver Analyse | eSaver Mineralische Industrie / Stein / Glas | eSaver
Technischer Prüfbericht

Industrie · Rohstoffe

eSaver-Analyse
Mineralische Industrie / Stein / Glas

IN-002
Stand: 2025
Technische Analyse
Netzseitige Optimierung empfohlen Mineralische Industrieanlagen vereinen sehr hohe elektrische Dauerlast, schwere Maschinen und lange Laufzeiten – netzseitige Optimierung ist technisch sinnvoll und wirtschaftlich relevant prüfbar.
Elektrische Komplexität
89 / 100
Wirtschaftliche Relevanz
87 / 100
Optimierungspotenzial
87 / 100
88 Gesamt
Empfehlungswert
01

Branchenprofil & Ausgangslage

Betriebe der mineralischen Industrie – etwa Stein-, Kies-, Zement-, Glas- oder Quarzverarbeitung – zählen zu den energieintensivsten Industriebranchen. Der elektrische Energiebedarf entsteht durch schwere Maschinen im Dauer- oder Mehrschichtbetrieb.

02

Typische elektrische Verbraucher

V·01 Brecher, Mühlen und Zerkleinerungsanlagen
V·02 Sieb- und Klassieranlagen
V·03 Förderbänder, Becherwerke, Schnecken
V·04 schwere Antriebe und Großmotoren
V·05 Pumpen und Ventilatoren
V·06 Trocknungs- und Ofenperipherie
V·07 zentrale Druckluftanlagen
V·08 Prozess-, Mess- und Leittechnik
03

Netztechnische Besonderheiten & Lasten

L·1 sehr hohe Dauerlasten nahe der Anschlussleistung
L·2 starke Anlaufströme schwerer Maschinen
L·3 Oberschwingungen durch leistungsstarke Umrichter
L·4 erhöhte Verzerrungs- und Blindleistungsanteile
04

Resultierende Netzeffekte

hohe Strombelastung von Transformatoren und Sammelschienen
erhebliche Leitungs- und Infrastrukturverluste
systemische Verluste im elektrischen Netz
thermische Dauerbelastung der Infrastruktur
05

Auswirkungen auf die elektrische Infrastruktur

Bei MW-Anschlussleistungen, langen Laufzeiten und hoher Gleichzeitigkeit haben selbst geringe prozentuale Netzverluste erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen.
06

Bewertung klassischer Effizienzmaßnahmen

In der mineralischen Industrie wird Effizienz häufig über mechanische Optimierung, Prozesssteuerung und Materialflussoptimierung adressiert. Diese Maßnahmen verändern jedoch nicht die elektrischen Netzverluste durch Dauerlast und nichtlineare Lasten.
07

Optimierungspotenziale durch eSaver

01 Reduktion netzbedingter Infrastrukturverluste
02 Entlastung von Transformatoren und Sammelschienen
03 Stabilisierung der Spannungsqualität bei Dauer- und Anlaufbelastungen
04 Reduktion thermischer Dauerbelastungen
08

Fazit & Empfehlung

Mineralische Industrieanlagen vereinen sehr hohe elektrische Dauerlast, schwere Maschinen, lange Laufzeiten und hohe Anforderungen an Versorgungssicherheit. Die Einsparung entsteht nicht im Brecher oder Ofen, sondern vor der Last – im elektrischen Versorgungssystem. Bei schweren Dauerlasten, großen Motorleistungen und langen Betriebszeiten wirken sich reduzierte Netzverluste über das Jahr deutlich wirtschaftlich aus.